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Arbeit, Arbeit, Arbeit

16, November 2011 Von

Ohweh, unser letzter Beitrag ist ja nun schon ewig her. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir die meiste Zeit mit Arbeiten verbracht haben.

  1. Arbeiten in Stanthorpe

Dienstag den 25.10 habe ich dann meinen zweiten Job bekommen, Sue kam morgens, als ich noch im Zelt lag zu mir und sagte: „Ich habe einen Job für dich, der Farmer kommt in 30 Minuten um dich abzuholen!“. Erstmal Panik, dass ich es in der Zeit gar nicht schaffe mich fertig zu machen. Schnell aufgestanden, Zähne geputzt, Lunch gemacht und dann mit unserem Auto nach vorne gestellt und auf den Farmer gewartet. Dann kam auch schon der Farmer, Dallas. Er ist dann ins Auto gestiegen, damit er mir sagen kann, wo ich langfahren muss. Nach etwa 20 Minuten kamen wir auf einem Snow Peas (Erbsen) Feld an, die ich dann pflücken sollte, und Dallas hat mir gesagt, dass wenn ich gute Arbeit leiste auch länger für ihn arbeiten kann. Der erste Tag war sehr kurz, wir haben nur etwa 4 Stunden gepflückt, aber ich sollte wiederkommen. Die folgenden Arbeitstage habe ich meistens von 6-15 Uhr gearbeitet, manchmal etwas länger, und manchmal durfte ich bereits um 13 Uhr gehen. Letzendlich habe ich dann 3 Wochen auf seiner Farm gearbeitet (bis Donnerstag, 10.11) , als er Claire (eine Schottin, die mit mir zusammen gearbeitet hat) und mir gesagt hat: „Ab morgen brauch ich euch nicht mehr“, wir waren beide ziemlich verwirrt, weil wir davon ausgegangen waren, dass wir noch 3 weitere Wochen plücken und danach dann packen.

Am letzten Samstag konnte ich einen Tag auf einem Weingut arbeiten, der Besitzer wohnt eigentlich in Brisbane und hat dort seine eigene Bank, er fliegt (!!!) aber jedes Wochenende mit seinem eigenen Flugzeug zu seiner Farm hier in Stanthorpe. War ein sehr angenehmer Arbeitstag an dem ich Stöcke und Blätter von dem Wein abreißen musste die zu weit unten wachsen. Um 12 hatten wir eine 1 stündige Mittagspause, in der er uns Burger gemacht hat und wir uns unterhalten haben. Um 15 Uhr hatten wir dann Feierabend und ich habe noch ein Glas Wein bekommen – MEGA lecker *___*

Jetzt warte ich immer noch auf einen neuen Job, der dann hoffentlich auch mal für länger ist…

Andrej: Ich arbeite immer noch auf meiner ersten Farm. Auf der Farm hat sich nicht viel verändert, bis auf die Tatsache, dass ich mitlerweile auch Gabelstapler fahre und mehr Aufgaben zugeteilt bekomme. Johann arbeitet nicht mehr mit mir auf der Farm, dafür habe ich einen deutlich symphatischeren Typen an die Seite gekriegt, mit dem ich mich auch ansonsten sehr gut verstehe (Tobias). Meine Aufgaben sehen wie folgt aus: Wir hauen immer noch Stäbe auf den Tomatenfelder rein, wir tragen immer noch Steine von den neuen Feldern, wir verlegen immer noch Bewässerungsanlagen, wir ziehen jetzt aber zusätzlich noch Drähte auf den Tomatenfeldern, reparieren Bewässerungsanlagen, entfernen Unkraut und das spaßigste an allem: Tobi und ich pflanzen Tomaten, Chili und Habanero Chili. Beim Pflanzen sitzen wir hinter einem Traktor der von einem der Angestellten gefahren wird, auf einem speziellen Anhänger. Eine große Walze sticht die Löcher für die Pflanzen vor und wir setzen die Pflanzen in die Löcher und schieben Erde darüber. Immer abwechselnd, ein Loch Tobi, ein Loch ich usw. Wir haben uns entzwischen entschieden länger zu hier in Stanthorpe zu bleiben, da ich bis einschließlich Februar auf meiner Farm arbeit habe. Meine Arbeitswoche besteht jetzt immer aus etwa 50 Stunden… ich (wir) werde/n reich! :D

 

  1. Freizeit in Stanthorpe

Wir haben aber auch einige Sachen in unserer Freizeit gemacht, heißt an Tagen an denen wir komplett frei hatten, oder eben nach der Arbeit. Weil es hier unendlich viele Fische gibt, und man im Geschäft wegen der zu hohen Preise keine kaufen kann ^^ haben wir uns eine Angel gekauft. Das Bild von den Fischen die Andi, Tobi und Ian (der Hausmeister des Campingplatzes) gefangen haben ist ja bereits hier hochgeladen. Haben übrigens sehr gut geschmeckt :) Am 30.10 waren wir zum BBQ bei Ian eingeladen, das erste mal in einem richtigen Wohnhaus xD war irgendwie ein lustiges Gefühl. Er hat sich richtig viel Mühe gemacht, und es war ein echt schöner Abend. Das Lamm was er für uns gemacht hat, hatte er 4 Stunden lang in seinem ultradeluxe BBQ-Grill, es gab außerdem Kartoffeln, Kürbis, Möhrchen und als Nachtisch Eis mit Erdbeeren.

Eine Woche später, an dem Samstag hat Andrej Michael geholfen die Schafe zu scheren, ich musste allerdings bis um 16:00 arbeiten und konnte deswegen erst zum essen dazukommen. Die Schafe sind unglaublich süß xD ich liebe Schafe. Es gab ein weißes und ein schwarzes Lamm, das weiße habe ich sogar auf dem Arm gehabt, aber es hatte mega Angst vor mir, also hab ich es nach kurzer Zeit wieder runtergelassen. Wir haben dann zusammen mit Michael und Jennipher das BBQ vorbereitet, diesmal gab es Shrimps, Würstchen, Beef-Burger, Salat und einen superleckeren Weißwein. Wir werden wahrscheinlich auch Weihnachten bei den beiden (und ihren Eltern) feiern :)


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Kangaroo Counting

4, November 2011 Von

Leider im Moment noch nicht voll implementiert… Ich bin ja so ein Noob *heul*

Das sagenumwobene “Kangaroo-Counting” führen Hanna und ich schon seit Beginn der Reise. Hier nun die erste Veröffentlichung:

 

Hanna’s gesehene Kanguruhs:

tot           -  21

lebendig -  24

Hanna’s gesehene Schlangen:

Würgeschlangen -  1

Giftschlangen       -  0

 

Andrej’s gesehene Kanguruhs:

tot           -  21

lebendig -  42

Andrej’s gesehene Schlangen:

Würgeschlangen -  1

Giftschlangen       -  2


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Bilder aus Stanthorpe

3, November 2011 Von

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Arbeit und Leben in Stanthorpe :)

23, Oktober 2011 Von

Andrej:

Für mich begann die Arbeit schon am zweiten Tag, den wir hier in Stanthorpe verbracht haben. Ich wurde mit einem anderen Jungen (Johann) eingeteilt, der erst fünf Minuten vor uns eingecheckt hatte, für einen Bauern „Männerarbeit“ zu erledigen. Was das genau war, konnten weder er noch ich bei dem Sammelsorium an fremden Begriffen leider nicht verstehen. Diesmal gab es einen richtigen Vertrag mit der Angabe von Steuernummer und Adresse und vor allem mit einem vollem Namen. Schonmal deutlich besser. Auch wenn ich nicht wusste, wieviel Arbeit es pro Tag gibt, waren auch die 19,20 $ deutlich besser, als die ca. 9 $ pro Stunde in Gatton. Morgens um 5:30 Uhr fuhren wir dann los und waren, nachdem wir einmal falsch abgebogen waren immernoch fünf Minuten zu früh. Die Arbeit für den ersten Tag bestand aus drei Aufgaben. Uns wurde vom Bauern einer seiner festangestellten Arbeiter zur Seite gestellt (Jack). Wir arbeiteten auf einem Tomatenfeld. Eine Person musste einen uralten Traktor mit einer Wassertonne als Anhänger fahren, der eine Maximalgeschwindigkeit von 26 km/h hatte. Der Zweite bediente eine Spritzdüse, die mit der Wassertonne verbunden war, um mit einem Hochdruckstrahl alle 10 Meter ein Loch in den Boden zu schießen und der Dritte stellte in ebendieses Loch einen ca. 1,50 m hohen Stab und rammte ihn mit einer speziellen 10 kg schweren Apparatur ungefähr einen halben Meter in den Boden. Ein wirklich harter Job, vor allem, wenn die Minuten während der Mittagshitze nicht vergehen wollen. Der Sinn dahinter ist, dass die Saison vor allem hier in den Bergen jetzt erst anfängt, die Tomatenpflanzen also erst ungefähr 20 cm hoch sind. Zwischen die Stäbe werden später Drähte gespannt, damit die Tomaten an den Drähten hochwachsen können. Der erste Tag war für uns 8 Stunden lang… 152 $ in einem Tag. Somit ca. die Hälfte von dem Geld, das Hanna und ich in 5 Tagen in Gatton verdient haben… Zweiter Tag und wir fahren erst um 5:45 Uhr los. Schließlich kennen wir ja jetzt den Weg. Zunächst war wieder die Arbeit auf dem Tomatenfeld angesagt. Nach der Mittagspause wurden wir dann aber mit Jack und einem anderen Arbeiter (Michael) zu einem neugepflügten Feld geschickt, auf dem vorher Wein wuchs, jetzt aber etwas anderes angepflanzt werden sollte. An das Feld schließt ein Damm und ein Wasserrückhaltebecken an, die als ich zum ersten mal da war noch gebaut wurden. Wir sollten das gesamte Feld auf Steine und Äste durchsuchen, damit diese später nicht im Weg rumliegen. Ich fing an mich mit Michael zu unterhalten (mit Jack kann man sich nicht unterhalten da er um die 120% des Tages Musik hört) und das Eis war dann endgültig gebrochen, als sich herausstellte, dass wir beide für je 2 Jahre in der Armee waren. Als wir dann anfingen einen Bewässerungsgraben auszuheben, durch den später Rohre vom Wasserrückhaltebecken führen sollen, stellten wir uns nebeneinander und redeten die letzten zwei Stunden der Arbeit miteinander über verschiedenste Themen. 9 Stunden Arbeit, total verschlammte Stiefel, die ersten drei geplatzten Blasen an den Händen und eine Menge Spaß :-) Dritter Tag und der erste für Hanna. Wir verbrachten den ganzen Tag in dem Wasserrückhaltebecken, in dem eine Folie ausgelegt werden sollte. Heißt wir waren mit 8 Leuten einen kompletten Tag damit beschäftigt, Steine aus dem rauszuschleppen (von Kieselstein bis 100 kg Brocken war alles dabei). 8 Stunden Arbeit und brennende Hitze um die Mittagszeit… Mein vierter Tag bestand zunächst wieder aus der Arbeit auf dem Tomatenfeld, die aber nach zwei Stunden abgeschlossen war. Danach hieß es wieder Steine aus dem Becken rausholen (ein paar sind tatsächlich übersehen worden) und zu guter Letzt, die mehrere Tonnen schweren Felsen mit einem reißfesten Flies zu überdecken, damit die Folie später nicht beschädigt wird. Kurz nach der Mittagspause wurde die insgesamt 1,8 Tonnen schwere Folie mit Gesamtmaßen von 60×70 m von einem hinten ziemlich durchhängenden Toyota Landcruiser gebracht. Mit über 40 Leuten haben wir dann die Folie ausgebreitet, danach wurden Johann und ich in einer Baggerschaufel sitzend wieder zum Haus zurückgefahren und es gab Bier für alle Helfer und Arbeiter. 9 Stunden voll Spannung Spaß und Abenteuer. Ps.: Ich habe mich so gut mit Michael unterhalten, dass er mir dann auch erzählt hat, dass er erst 1,5 Jahre zuvor nach Stanthorpe gezogen ist und hier 30 Acre Land mit Vieh besitzt. Ich habe ihm vorgeschlagen, dass ich, wenn ich neben der Arbeit noch Zeit habe, ein bisschen aushelfen könnte. Er hat zugestimmt, wir haben Nummern ausgetauscht und nächstes Wochenende gehts den Schafen an die Wolle. xD

 

Hanna:

Ich habe diese Woche nicht so viel zu erzählen wie Andrej, da ich wie er bereits geschrieben hat nur einen Tag gearbeitet habe. Die freie Zeit hier auf dem Campingplatz habe ich also zum großen Teil damit verbracht mit den anderen Leuten ohne Job Karten zu spielen. Zu Beginn nur 2 Deutsche (Nora, Svenja), 2 Franzosen (Laura, Ludo), eine Britin (Phillipa), und einem Koreaner (Dong). Mitlerweile können so ziemlich alle hier auf dem Campingplatz Durak, und jeder der hier neu ankommt kriegt es beigebracht… Mitlerweile sind es glaub ich etwa 20 Leute die das Spiel können und auch immer gerne mitspielen :) Am Freitag hatten wir ein BBQ für das Nora, Svenja und ich Geld eingesammelt haben und dann Freitag morgens einkaufen zu gehen. Und jetzt der spannende Teil: Wir steigen also ins Auto ein, schnallen uns an, ich starte den Wagen. Auf einmal fängt Svenja an zu schreien, ich gucke nach links auf den Beifahrersitz, und auf ihrem Schoß sitzt eine kleine Tarantel (also eine Spinne so groß hat man sie in Deutschland so gut wie nie xD) Kupplung losgelassen und alle iwie so schnell wie möglich aus dem Auto raus. Es muss unglaublich gut ausgesehen haben xD Leider hat keiner das gefilmt ^^ Diese Spinne ist übrigens für die meisten Todesfälle in Australien verantwortlich, nicht etwa, weil sie giftig ist (bekannterweise ist der Biss einer Tarantel ungefähr so schlimm wie ein Wespenstich, also absolute ungefährlich) sondern, weil sie von außen in die Lüftungsschächte eines Autos krabbelt, es sich dort gemütlich macht, um dann irgendwann in den Innenraum des Autos zu hüpfen und die Leute zu erschrecken, die dann das Lenkrad verreißen und somit einen Unfall bauen. Wir hatten also Glück, dass sie schon rausgekommen ist bevor wir auf dem Highway waren. Das allerbeste an der Geschichte war sowieso, dass Nora noch am Tag zuvor davon gelesen hatte und sich gedacht hat : ach, sowas passiert mir bestimmt nicht ^^ Die Spinne hat diesen Vorfall übrigens überlebt ^^ Wir haben sie aus dem Auto rausgebracht und sie hat sich in einen Baum eingenistet. Das BBQ am Abend war auch sehr cool. Ein anderer deutscher und der Franzose (Tobi und Ludo) haben von ihrem Farmer etwa 5 Kilo Wild und Spargel geschenkt bekommen, Svenja, Nora und ich haben wie bereits erzählt alles andere eingekauft (Würstchen, Salat, Kartoffelsalat, Brot etc.) und so saßen wir dann bei leckerem Goon *hust* (das billigste Gesöff hier in Australien, und das einzige was man überhaupt bezahlen kann, ganz billiger Wein in 4 Liter Kanistern für 11 Dollar, der rote davon ist etwa so wie Sangria) und wirklichwirklich geilem Essen alle gemütlich zusammen. Ich denke wir waren etwa an die 25 Leute :) (deutsche, franzosen, briten, schweden, koreaner, japaner) Jetzt haben Andi und ich allerdings Grippe, was eher uncool ist, weil Andi morgen wieder arbeiten muss. Aber so wie ich ihn kenne ist der morgen wieder fit. Für mich gibt es bis jetzt immer noch keinen Job, aber ganz bald werden hier mehr Jobs frei als hier Leute sind :)


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Stanthorpe

18, Oktober 2011 Von

Nach einer Woche Arbeit in Gatton sind wir vorgestern, am Sonntag relativ spontan aus Gatton abgehauen um nach Stanthorpe zu fahren. Der Grund dafür: zu schlechte Bezahlung und schwarz Arbeit in Gatton und die Aussicht auf einen 20 Dollar pro Stunde Job in Stanthorpe.

Nachdem wir also den letzten Tag in Gatton noch mit Tobi und Tina im Schwimmbad verbracht haben, haben wir uns auf den Weg gemacht und uns natürlich prompt verfahren ;) Da die Gegend in der wir dann waren aber so hübsch war, haben wir Andrejs GoPro vorne am Auto angebracht und wunderbare Aufnahmen gemacht. Als wir dann Abends eine RestArea mit ca 5 Campervans sahen, entschieden wir uns ebenfalls die Nacht dort zu verbringen und am nächsten morgen nach Stanthorpe zu fahren. (Da gab es schon wieder so einen mega agressiven Vogel, die greifen einen einfach an, weil die meinen, dass man den Eiern von denen iwas will…. dumme Tiere)

Angekommen in Stanthorpe, gestern morgen. Sue hat uns freundlich begrüßt, wir haben eingecheckt, und Andrej hat direkt nen Job bekommen :) Da hat er dann also heute angefangen. 8 Stunden gearbeitet zu einem Stundenlohn von ich meine 19,20 Dollar… Für den Campingplatz bezahlen wir pro Woche 150 Dollar. Und solange ich noch keinen Job habe, mache ich halt andere Dinge, heute habe ich Wäsche gewaschen und war einkaufen, außerdem hab ich das Auto sauber gemacht. Morgen werd ich wohl die Vorhänge für die Autofenster nähen, wenn nicht noch ein Job reinkommt.

Und so bleiben wir erstmal 3 Monate hier :)

 


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von Surfers nach Gatton

11, Oktober 2011 Von

Diese Geschichte wurde verfasst von Käptn Blubber (Stufe 11) und könnte missverständliche oder schlichtweg erlogene Inhalte enthalten!

Unterstrichene Textpassagen wurden von führenden Forschern als zu mindestens 50% wahrheitsgemäß eingestuft.

Aus der Alten Welt (Surfers Paradise) in die Neue (Mooball Beach)

Wir schreiben das Jahr 2011. Nach unserem Ausbruch aus den hotelverseuchten Gestaden konnten wir uns ins etwa 70 Seemeilen entfernte Pottsville retten.

Die Einheimischen Ureinwohner schienen diesmal keine menschenfressenden Geldhaie zu sein und wir entschieden hier zu rasten um uns zu sammeln und die Vorräte aufzustocken.

 Wir schreiben Mittwoch, den 28., wenn ich mein Zeitgefühl in den tödlichen Dschungeln des Nordens nicht eingebüßt habe. Ein frisch entdeckter Lausbefall zwingt uns dazu unsere Haarpracht, die wir nur kurz zuvor erst vorm skalpieren bewahren konnten, restlos abzuschneiden.

An dem verlassenen Strand, den wir uns nun zur Ruhestätte erwählt haben, ist ein leichtes nicht aufzufallen und so fielen sie alle, Strähne für Strähne herab, vom Wind davongetragen.

Da wir unser Jagdgerät erst kürzlich an die nördlichen Wilden verloren haben, sind wir gezwungen auf der Jagd nach Truthähnen Zwillen und grobe Steine zu verwenden.

Wir fanden exotische Muscheln und ganze Schwärme von fliegenden mindestens 5 Meter großen Haien. Sie sprangen im minutentackt 30 Meter in die Luft, um die vorbeifliegenden Strauße zu fangen.

Als wir eines der Straußeneier fanden, spielten wir damit Beachball, eine hiesige Variante von Tennis, bis das Ei zerbrach.

 Durch die ruhige Lage motiviert, entschieden wir auch mal wieder auszumisten und die alten Lumpen unserer Verstorbenen auszulüften, der Eistee habe sie gnädig!

Alles in allem verbrachten wir 5 Tage an diesem tückischem aber auch schönen Stückchen Land. Wir ließen unser Schiff zurück, weil wir eine Meerjungfrau gerammt und sie damit getötet hatten. Sie riss ein Loch in Form eines Menschen mit Fischschwanz in den Rumpf. Die Gefahr, dass ihre Schwestern sie rächen ist einfach zu groß und wir wollen keine Risiken mehr eingehen.

 Gezeichnet, Käptn Blubber (Stufe 11), Kapitän, Koch, Navigator, Deckschrubber und Glatzenträger der MS Kia Sportage – Station Wagon (4WD)

 

Nach einigen Tagen entschieden wir also unsere Reise ins Landesinnere fortzusetzen, Gatton war schließlich das Ziel. Schnell noch im Caravan Park von Pottsville geduscht und auf Richtung Westen.

Kurz nach Murwillumbah fanden wir einen Wanderweg auf den Mt Warning den man bereits von ByronBay sehen konnte und wir beschlossen hoch zu wandern, da es an dem Tag allerdings schon zu spät war, wollten wir eine Nacht auf einem Campingplatz bleiben um dann am nächsten Tag hochzulaufen.

Am Abend schauten wir dann noch mit einigen Leuten aus dem Ort kurz das Finale der Rugby WM ‘Australien gegen Neuseeland’, aber bereits nach 30 Minuten entschieden wir uns lieber etwas zu essen zu kochen, als das Spiel zuende zu schauen.

Nach zwei Nächten auf dem Platz (bedingt durch Regen)sind wir zum Mt Warning gefahren und hochgewandert, etwa 400 Meter vor dem Ziel kam eine Kletterwand, mit einer Kette an der Seite, an der man sich festhalten kann (siehe Foto). Nach einer Nacht wildcampen wollten wir weiter nach Westen um uns wieder mit Tobi und Tina zu treffen, entschieden uns dann aber anders, als wir die SMS von unserem Contractor aus Gatton erhalten haben, dassdie Onion Saison losgeht und sind direkt richtung Gatton gefahren. Kurz vor Gatton erhielten wir einen Anruf von Tobi, dass wir nach Laidley zu einem Campingplatz fahren sollen, da dieser sehr günstig sei. Ja, sehr günstig sogar, 11 Dollar für 2 Nächte, mit warmer Dusche :)

Erster Morgen, 4 Uhr, wir stehen auf, da wir uns um 5 in Gatton mit dem Contractor treffen wollten, es hat übelst geregnet und wir haben uns schon gedacht, dass keine Arbeit ist, sind aber trotzdem hingefahren. Da um 5:30 immer noch keiner beim Treffpunkt war und wir auch keine Nachricht erhalten haben, dass die Arbeit nicht stattfindet, hat Tobi bei dem Kerl angerufen. Im selben Moment erhielt er eine SMS, dass die Arbeit aufgrund des Wetters ausfällt. Im Verlauf des Tages fanden wir dann heraus, dass es in Queensland keine Sommerzeit gibt und unsere Uhren folglich eine Stunde zu früh eingestellt waren… so gammelten wir den ganzen Tag rum und Andi beschloss sich in Australien eine Angel zu kaufen. Auch die nächsten Tage gab es wegen des nächtlichen Regens keine Arbeit auf der Onionfarm.

Wir zogen nach Gatton auf einen Parkplatz zwischen Friedhof und Park, mit WC und kostenlosen Duschen (die allerdings nach der ersten Benutzung bereits abgeschlossen wurden… Andi kann aber rüberklettern ;) und ich häng die Solarshower im WC auf) Direkt am Park ist auch das Cultural Center mit Information und Bücherei in dem wir jeden Tag eine Stunde ins Internet können und Strom haben.

Sonntag, 9.10 – Oktoberfest im Cultural Center: Da die Region um Gatton aus deutschen Kollonien besteht (Bremer River, Minden, deutscher Opa im Supermarkt, der hier seit 50 Jahren lebt etc.) gab es dieses Jahr zum ersten mal ein Oktoberfest in Gatton. Wir waren natürlich dabei :) Da wir kostenloses Mittagessen haben wollten, haben wir uns alle zum Hotdogwettessen angemeldet. Dieses fand aber erst um 13 Uhr statt und deswegen verbrachten wir die 2 Stunden vorher in der Beerhall, in der die ganze Zeit Programm war. Außerdem gab es aus Deutschland importiertes Bier und deutschstammige Entertainerin.

Bereits nach kurzer Zeit fragte sie wer alles aus Deutschland käme woraufhin wir uns meldeten und ziemlich viel Aufmerksamkeit auf uns zogen. Zuerst kam ein Typ mit seiner Kamera und wir haben ein Interview gegeben, welches irgendwo auf Youtube zu finden sein soll, dann noch die Zeitung und später eine Frau die uns auf das Oktoberfest in der Schule von Plainlands einlud. Das Hotdogwettessen (es gab nur einen Hotdog, und Gewinner war, wer zuerst aufgegessen hat) hat natürlich Andrej gewonnen, als Hauptpreis gab es einen Oktoberfest Krug und ein 9 Dollar teures Erdinger Weissbier – Oktoberfest Edition. Der Rest durfte sich was von einem Tisch aussuchen (Hüte, Dosenhalter, Zeugs). Als wir gehen wollten haben wir außerdem noch Brezeln geschenkt bekommen und wurden nach einem Feedback gefragt.

Abends ist uns eingefallen, dass wir bereits Tage zuvor die Nummer von einem anderen Job im Internet gefunden hatten, da wir keinen Bock mehr hatten auf die Zwiebeln zu warten haben wir angerufen und schwupps, am nächsten Tag um 5 konnten wir schon arbeiten. Mörchen pflücken, 4,50 pro Korb. 20 Körbe in 6 Stunden, macht 90 Dollar und die Aussicht auf viel bessere Jobs, mit viel mehr Geld :)

Wir haben sogar schon einen Plan wofür wir einen Teil des Geldes ausgeben können: Ein Dachgepäckträger, kosten insgesamt: 400 Dollar. Bei einem Gehalt von durchschnittlich zusammen 3000 Dollar im Monat. Die nächsten zwei Monate bleiben wir also in Gatton, mal sehen was wir dann machen, wenn wir eine sehr gute Position kriegen, bleiben wir evtl noch etwas länger, ansonsten geht es weiter nach Norden, richtung Townsville.

Liebe Gruesse


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Gatton

10, Oktober 2011 Von

Keine ahnung ob es geklappt hat, in 2 minuten gehts internert hier aus, arbeiten jetzt als moerchen pfluecker, richtig gut werden bald befoerdert. schreib mrogen nochmal


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Fotos von Byron bis Gatton

10, Oktober 2011 Von

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Surfers Paradise

28, September 2011 Von

So, 10 Tage ists her ;) wir sind mitlerweile in Surfers Paradise (Gold Coast), und hatten heute auch zum ersten mal wieder eine warme Dusche (kihi, einfach auf einem Capingplatz, wo duschen mit PIN gesichert sind gewartet bis jmd rausgekommen ist und schnell reingehuscht) ;) Der Weg hier her hat sich allerdings doch etwas anders entwickelt als vorher geplant…

Wie geplant sind wir zuerst zum Mt Bajimba (Tenterfield) gefahren, und mussten feststellen, dass man hier in Australien nirgendwo langlaufen kann, ohne ueber zaeune zu klettern und durch meterhohes gras zu laufen. Also war nichts mit “auf den Berg klettern”, dafuer konnten wir unseren 4 Wheels Drive ausprobieren, weil die Wege in Richtung Berg mega schlecht waren. Die erste Nacht haben wir dann nahe einem Berg verbracht, wo vor Jahren mal Aborigines runtergeworfen wurden. Direkt vor dem Berg lag ein riiieesen grosser runder Felsen zu dem wir gelaufen sind und dabei eine alte Bahnstrecke und einen Bahnhof gefunden haben. blablabla… so, und dann irgendwann haben wir T+T auch wieder getroffen, auf einer Restarea in der naehe von Tweed Heads. Mit den beiden sind wir zum Springbrook National Park gefahren und in 3 Tagen insgesamt ca. 28 km gewandert, haben dabei unzaehlige wunderschoene Wasserfaelle und tausende verschiedene Pflanzen gesehen UND eine ca 2 Meter lange Schlange verscheucht.

Da es noch 1 1/2 Wochen dauert, bis die Zwiebeln reif sind muessen wir noch mehr Zeit totschlagen, nachher gehts zum Mooball Beach, ein paar Tage chillen. Und vllt noch nen National Park mitnehmen, mal sehen ;) sind jetzt eig durchgehend zu viert unterwegs… und haben jede Menge spass.


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Byron Bay

18, September 2011 Von

Wir sind jetzt schon ne ganze Weile hier in ByronBay… direkt nachdem wir bei PeterPans waren sind wir zur Westpac um Konten zu eröffnen, danach sind wir zu Woolworth, dort haben wir  zwei andere deutsche kennengelernt, Tobi und Tina die mir glücklicherweise was zu Telstra Sim Karten erzählen konnten und uns einen tollen Campingplatz vorgeschlagen haben auf dem wir jetzt auch die ganze Zeit waren. Absolutes Luxusleben hier, Duschen, Küche, Internet, Waschmaschinen und ein Strand :) mit Tobi und Tina haben wir 2 mal zusammen zu Abend gegessen, BBQ! was auch sonst ;) aber die beiden sind gestern früh wieder abgereist. In zwei Wochen sehen wir die beiden aber wieder, und zwar auf der Onion Farm auf der wir alle arbeiten werden ;) im etwa 250 km entfernten Gatton.


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Davor will mich Andi auf zwei Berge entführen, wir werden uns Wasserfälle in Springbrook anschauen, Vera in GoldCoast besuchen, zu einem der vier IKEA in OZ fahren und so weiter ;) Bilder unserer kleinen Urlaubsreise folgen :)

Liebe Grüße, besonders an Marc ;) ^^


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